Die Bauherrin spricht von einer Verwandlung, welche sie nicht für möglich gehalten hätte
Es gibt sie, diese Orte, an denen man nicht "sein" will … also geht man einfach nicht hin. Befindet sich ein solcher Ort jedoch als zentraler Raum mitten in der eigenen Wohnung, so stellt dies ein ebenso zentrales Problem dar:
Der lichtdurchflutete, hohe Wohnraum mit Blick auf den eigenen Garten, war (vorher) so ein Problem-Raum. Die Bauherrin erklärte zu Beginn unserer Zusammenarbeit, den Raum nur ungern zu nutzen. Sie sprach von Unbehagen und fehlender Atmosphäre, obwohl er der größte und wohl auch schönste Raum im Haus wäre.
In der Projektierung ging es darum, Antworten auf diese Probleme zu finden, den Wunsch und den gelebten Alltag zu verstehen und genau dafür einen atmosphärischen Rahmen zu schaffen.
Heute kleidet heimische Fichte, mit ihrem unaufdringlichen, gutmütigen Wesen, den Raum aus. Sie schafft eine Atmosphäre der Behaglichkeit, sie definiert den Raum neu und gibt gleichzeitig Halt. Die räumlichen Elemente organisieren die alltäglichen Dinge und schaffen dadurch Freiraum, zum Denken, zum "Sein".
Die Bauherrin spricht von einer Verwandlung, welche sie nicht für möglich gehalten hätte. Schön, wenn sich die Dinge fügen:
"Jahrelang war mein Wohnzimmer ein Raum, in dem eigentlich alles da war, was es in einem Wohnzimmer braucht - aber irgendwie fehlte es mir trotzdem immer an Gemütlichkeit. Jetzt ist der Raum abgeschlossener und ich habe ein gemütliches Nest am Ofen, wo ich besonders die Winterabende genießen kann!"
Bauherr: Privat
Projekt: Jochen Haidacher
Ort: Südtirol
Fotos: Oliver Jaist








































