Einheimische Lärche und fernöstliche Kultur

Lange Zeit stand dort am Bach eine Mühle. Nun ist der Ort zur Heimat einer ortsansässigen Familie geworden. Das Haus am Bach wurde konsequent ökologisch gedacht und gebaut. Die Bauherren empfinden eine gewisse Nähe zur japanischen Kultur und zu fernöstlichen Räumen, diese Affinität sollte sich im Ausdruck des Hauses widerspiegeln.

Betritt man das kleine Entree, welches von außen in Sichtbeton ausgebildet ist, wird man im Inneren von einheimischem Lärchenholz abgeholt. Das Holz aus nachhaltiger Frostwirtschaft wurde unter Berücksichtigung der geeigneten Mondphasen geschlagen und von der Fassade bis hin zu den Möbeln verwendet. Die Komposition der Innenräume folgt einerseits der Funktion: "Was passiert im Raum?" Andererseits folgt sie den Potenzialen im Verhältnis zum Außenraum. Das Treppenhaus, ein Raum wo man sich bewegt, folgt anderen Gestaltungsprinzipien, als ein Raum in welchem man bleibt, im Sinne von "Sein". Viele Raumwände wurden von uns als "intelligente" Wände ausgebildet. Möblierung im Sinne von "mobil" gibt es kaum. So bleibt der Raum schlichtweg Raum.

"Es geht nicht darum wie man baut, sondern welche Atmosphäre man schafft. Im Grunde ist Atmosphäre, die unsere Seele berührt, überall auf der Welt ähnlich." (Lukas Mayr Architekt)

  • Bauherr: Privat
  • Architektur: Lukas Mayr Architekt
  • Ort: Südtirol
  • Fotos: Marion Lafogler